Verdammt guter Stoff

Pasamontana by Florian Meyer-Hawranek
Wie die Narcocultura zur Popkultur wurde.

Man kommt nicht aus: Zappt man in Mexiko oder Kolumbien durchs Fernsehen, stößt man unweigerlich auf die sogenannten Narco-Serien. Drogenbanden und ihre Kriege, ihre Waffen, Drogen, Frauen, Autos und seltsamen Hobbys von übergroßen Pools, über Flugzeuge bis zu Tierparks mit afrikanischen Nilpferden.

99faeef57ba76fd8d903e3b016fc0435Der Narcotráfico, der Drogenhandel, ist längst mehr als ein bloßes Geschäft. In Mexiko und in anderen Ländern Lateinamerikas hat er sich zu einem Lebensstil entwickelt: Die Drogen, die Gewalt, das schnelle Geld und das kurze Glück haben ganz eigene popkulturelle Ausdrucksformen erschaffen. Diese Narcocultura, die Kultur der lateinamerikanischen Drogenbanden, ist mittlerweile überall. Und die Fiktion, die die Narcocultura hervorgebracht hat, sickert langsam zurück ins wahre Leben. Die Wirklichkeit wird immer mehr zu einer düsteren Mafiasoap, einer der schmierigen Telenovelas, die seit Jahren das Programm der lateinamerikanischen Fernsehsender verkleben.


Für den Zündfunk habe ich zu den dunklen Polka-Beats der Narcocorridos, der Gangster-Blasmusik aus dem Norden Mexikos, im Takt gewippt und mich durch die kolumbianischen Narco-Serien gezappt. Ich hab den Auswirkungen der Narcocultura nachgespürt: in Lateinamerika und bei uns. …hier geht es weiter zum Audio-Feature: Wie die Narcocultura zur Popkultur wurde

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