Kampf den Kartellen

mx protesta by florian meyer-hawranekMexikos Jugend im Protest gegen den Drogenkrieg.

Die Gewalt der Drogenbanden in Mexiko ist alltäglich. Doch seit im September 43 Studenten verschwunden und womöglich ermordet wurden, schlägt die Verzweiflung vieler junger Mexikaner in Wut um.

Eine Reportage aus Mexiko. Nachhören im PULS Spezial:
Kampf den Kartellen: Mexikos Jugend im Drogenkrieg

Die Proteste sind zwar noch nicht überall, sie könnten aber zu einer Gefahr für die Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto werden. Dieser Ansicht ist der Politikwissenschaftler Agustín Basave, ein gemütlicher Mann mit buschigen Augenbrauen und einer nachdenklichen Stimme. Er empfängt in seinem Privathaus in Coyoacán, einem Viertel mit niedrigen Kolonialbauten, einer Oase der Ruhe in der Millionenstadt. Basave lehrt an der privaten Universidad Iberoamericana, die sich nur wohlhabende Familien leisten können. Aber auch seine Studenten sind im Moment lieber auf der Straße als im Vorlesungssaal.

“Es gibt einfach zu viel, über das sie sich empören können”, sagt Basave. Die extreme Ungleichheit, die Unsicherheit und die brutale Gewalt der Drogenmafia, die Unfähigkeit der mexikanischen Regierung darauf zu reagieren, das fehlende Vertrauen der Bürger in die Institutionen des Staates und die schwächelnde Wirtschaft. All das braue sich zu einem gefährlichen Mix zusammen, analysiert der Politikwissenschaftler. “Aber Mexiko ist eben auch extrem divers.”


Hier weiterlesen über die Hintergründe: Proteste in Mexiko

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