Schlagworte: Drogenhandel

Herny und die Drogenhändler

Der Bandenkrieg um Kokain in Kolumbien ist demokratischer geworden. Jeder kann mitmachen und viele fangen schon als Kinder an.

Henry Bustamantes Stärke sind sicher nicht Buchstaben und Zahlen. Wenn man ihn fragt, was er die vergangenen vier Jahre gemacht hat, kommt es einem trotzdem so vor: AK-47, 7.62 mm, M16, ein Revolver .38 und zwei Granaten. Mehr als vier Jahre war Henry bei den Bacrim, bei einer schwer bewaffneten, kriminellen Bande in Kolumbien. Ob er schreiben und rechnen konnte, war ziemlich egal, Hauptsache er konnte schießen. Und wenn Henry heute der Reihe nach die von ihm benutzen Waffentypen aufsagt, tut er das auch, um zu zeigen, wie gut er in dem war, was seine Auftraggeber von ihm forderten. Henry war ein loyaler Kämpfer, und dass seine Bewaffnung mit jedem neuen Befehl besser wurde, bedeutete, dass seine Bosse das ganz genau so sahen. Weiterlesen

“Die kriegen die schönsten Frauen”

Apatzingán, in der Mitte des mexikanischen Bundesstaates Michoacán, ist ein Loch. Eine heiße, staubige Kleinstadt zwischen Sierra Madre und Pazifikküste mit niedrigen, halbfertigen Backsteinhäuschen.

Apatzingán ist zu allem Überfluss auch noch ziemlich unbedeutend: Überregional bekannt ist es höchstens noch wegen seiner besonders scharfen Salsa Roja oder weil dort 1814 die erste mexikanische Verfassung unterzeichnet wurde. Ansonsten kennt man Apatzingán wegen seiner Verstrickungen in den Drogenhandel.

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