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Frieden auf Erden? Kirche in Kolumbiens Konflikt

Entführungen, Schießereien, Vertreibung: Der Binnenkonflikt in Kolumbien dauert mittlerweile fast 50 Jahre und ist längst nicht gelöst. Vehement für den Frieden setzt sich heute die katholische Kirche Kolumbiens ein: Pfarrer schlichten zwischen Konfliktparteien, Freiwillige engagieren sich für Vertreibungsopfer und Seelsorger begleiten diejenigen, die ihre Waffen abgegeben haben und ein neues Leben beginnen wollen. Doch das war nicht immer so.

Kolumbien sehnt sich nach Frieden. Guerillagruppen kämpfen gegen die Regierung, militärisch organisierte Banden gegen schwerbewaffnete Drogenhändler, das Militär gegen Terroristen. Doch selbst wenn sich die Sicherheitslage seit Jahren verbessert, bestimmt der gewaltsame Konflikt weiterhin das Leben vieler Kolumbianer.

Für die Sendung Nahaufnahme des BR-Hörfunks habe ich in Kolumbien recherchiert, wie sich die Rolle der Kirche in den fünf Jahrzehnten des Konflikts geändert hat, warum Priester in den 60er-Jahren selbst zu den Waffen griffen, sogar als Kämpfer der Guerilla starben, und warum engagierte Kirchenleute noch heute ihr Leben aufs Spiel setzen, wenn sie sich für den Frieden engagieren.

Hier geht`s zur Seite der Sendung: Katholische Kirche in Kolumbien. Dort sind noch einige Bilder meiner Recherche zu sehen und die Sendung kann man sich als Podcast holen.  Hier kommt man direkt zum Audio:

Die katholische Kirche im bewaffnete Konflikt Kolumbiens.

Frauen auf der Flucht

Jeder zehnte Kolumbianer ist heimatlos, ein Vertriebener, ein Flüchtling im eigenen Land. Mehr als vier Millionen Menschen mussten aufgrund des langjährigen bewaffneten Konflikts zwischen Guerilla, Regierung und paramilitärischen Gruppen aus ihrer Heimat fliehen.

Die meisten zog es vom Land an den Rand der Großstädte – oft ohne Arbeit, Geld und Perspektive. Zurückkehren wollen viele trotzdem nicht, sie haben Angst, in ihrer alten Heimat zwischen die Fronten zu geraten. Doch auch die neuen Wohnorte sind nicht sicher. Besonders gefährdet sind vertriebene Frauen, die dort sexueller Gewalt ausgesetzt sind: Viele sind zudem ohne ihre Partner in die Stadt geflohen und müssen nun allein für das Einkommen der Familie sorgen und sich um die Kinder kümmern.

 In vielen Städten schließen sich die Frauen jetzt zu Interessengruppen zusammen: selbstbestimmt, selbstorganisiert und als Beispiel für andere. “Wir sind Hausfrauen und Bäuerinnen, die sich” – wie die Frauen der Karibikstadt Cartagena selbstbewusst sagen – “innerhalb von wenigen Jahren in Aktivistinnen verwandelt haben”. Doch wer sich für die Rechte von Binnenvertriebenen einsetzt, lebt gefährlich. Mehrere Friedensaktivistinnen sind in den vergangenen Jahren bedroht, einige sogar ermordet worden. Für den Bayerischen Rundfunk habe ich die heimatlosen Frauen begleitet.

Hier geht`s zur Sendungsseite: Frauen auf der Flucht – Breitengrad

Hier kann man die Sendung anhören oder runterladen: zum BR-Podcast-Center

Die Stimmen der Entführten

Radio für Entführte: Über meinen Besuch bei der Radiosendung “Las Voces del Secuestro” (in etwa: Die Stimmen der Entführten) hab ich hier schon geschrieben. Hier geht`s jetzt auch zum Audio über die Radiosendung “Las Voces del Secuestro”:

// Bayern 2 Radiowelt – Radio in Kolumbien //

Nachtrag: Wer mehr Lust hat zu lesen, der klick hier: Das Geisel-Radio