Schlagworte: Kirche

Frieden auf Erden? Kirche in Kolumbiens Konflikt

Entführungen, Schießereien, Vertreibung: Der Binnenkonflikt in Kolumbien dauert mittlerweile fast 50 Jahre und ist längst nicht gelöst. Vehement für den Frieden setzt sich heute die katholische Kirche Kolumbiens ein: Pfarrer schlichten zwischen Konfliktparteien, Freiwillige engagieren sich für Vertreibungsopfer und Seelsorger begleiten diejenigen, die ihre Waffen abgegeben haben und ein neues Leben beginnen wollen. Doch das war nicht immer so.

Kolumbien sehnt sich nach Frieden. Guerillagruppen kämpfen gegen die Regierung, militärisch organisierte Banden gegen schwerbewaffnete Drogenhändler, das Militär gegen Terroristen. Doch selbst wenn sich die Sicherheitslage seit Jahren verbessert, bestimmt der gewaltsame Konflikt weiterhin das Leben vieler Kolumbianer.

Für die Sendung Nahaufnahme des BR-Hörfunks habe ich in Kolumbien recherchiert, wie sich die Rolle der Kirche in den fünf Jahrzehnten des Konflikts geändert hat, warum Priester in den 60er-Jahren selbst zu den Waffen griffen, sogar als Kämpfer der Guerilla starben, und warum engagierte Kirchenleute noch heute ihr Leben aufs Spiel setzen, wenn sie sich für den Frieden engagieren.

Hier geht`s zur Seite der Sendung: Katholische Kirche in Kolumbien. Dort sind noch einige Bilder meiner Recherche zu sehen und die Sendung kann man sich als Podcast holen.  Hier kommt man direkt zum Audio:

Die katholische Kirche im bewaffnete Konflikt Kolumbiens.

“Die kriegen die schönsten Frauen”

Apatzingán, in der Mitte des mexikanischen Bundesstaates Michoacán, ist ein Loch. Eine heiße, staubige Kleinstadt zwischen Sierra Madre und Pazifikküste mit niedrigen, halbfertigen Backsteinhäuschen.

Apatzingán ist zu allem Überfluss auch noch ziemlich unbedeutend: Überregional bekannt ist es höchstens noch wegen seiner besonders scharfen Salsa Roja oder weil dort 1814 die erste mexikanische Verfassung unterzeichnet wurde. Ansonsten kennt man Apatzingán wegen seiner Verstrickungen in den Drogenhandel.

Weiterlesen