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wo die polizei das kokain erntet

Die Polizei in Kolumbien baut Koka-Pflanzen an. Das klingt absurd, hat aber einen Sinn: Wer weiß, wie die Sträucher wachsen, der weiß auch wie sie sich anderswo zerstören lassen. Ein Besuch auf der Plantage.

Cultivo Experimental Hoja de Coca, steht auf einem Schild neben der Hütte: „Kokaversuchsplantage“. Die Idee hinter den grünen Felder ist eigentlich absurd: Cepeda baut hier eine Pflanze an, damit seine Kollegen von der Antidrogenpolizei genau diese Pflanze an anderer Stelle noch schneller vernichten können. Cepeda erforscht, wie man den Kokastrauch am effektivsten zerstört.

Der Antidrogenpolizist Luis Cepeda kennt sie alle: die schwarze und rote Bolivianerin, die peruanische Tingo und die Pajarita. 23.000 Pflanzen hat der Antidrogenpolizist mit dem grünen Daumen auf seiner Plantage. 18 Sorten, von denen viele bisher nur wenig erforscht sind. Kolumbien ist der weltweit größte Produzent von Kokain – und in den Blättern der Kokasträucher befindet sich die Grundzutat. Deshalb finanziert neben der kolumbianischen Antidrogenpolizei auch die USA die Forschung in Cepedas Plantage.

Auf der Anlage hat Cepeda deshalb sogar ein eigenes Drogenlabor, in dem er Kokain herstellt. Seine Erkenntnisse kritzelt er in ein Notizbuch, seine Berichte gehen um die ganze Welt.

Hier gibt es den Besuch auf der Kokaplantage zum Anhören (Drogenbekämpfung mit dem grünen Daumen) oder sich einfach zu den Kollegen von bayern2 klicken.

Und jetzt wird auch noch darüber gestritten, wie viel Kokain denn wirklich in Kolumbien produziert wird. Abweichende Zahlen präsentierten vor kurzem die beiden wichtigsten Analysten: nämlich die Vereinten Nationen und die Vereinigten Staaten. Hier die wichtigen Links:

Die kolumbianische Regierung hat jedenfalls nach den Berichten gleich mal ihre Antidrogenstrategie überarbeitet.