Streitobjekte I: Selbstbildnis im Pelzrock        

11. März 2012

Darüber streiten also Städte: Albrecht Dürers Selbstbildnis im Pelzrock. Das Germanische Nationalmuseum plant  in Nürnberg eine große Dürer-Ausstellung. Doch das berühmte Selbstporträt wird es dort  nicht zu sehen geben. Das Bild bleibt in der Alten Pinakothek in München – obwohl Dürer gut nach Franken passen würde, zumindest vorübergehend. Zu riskant sei der Transport, hieß es zuerst. Und als dann immer mehr Kritik an der Münchner Entscheidung kam, das Selbstbildnis nicht nach Nürnberg zu verleihen, fand man in der Alten Pinakothek Schäden am Dürerbild.

Dort bleibt der Mann im Pelzrock also hängen. Immerhin kommen ja Touristen aus der ganzen Welt mit der Erwartungshaltung nach München, genau dieses Selbstbildnis immer dort bestaunen zu können. Heute war der Andrang aber schon mal überschaubar.

Mehr zum Streit gibt`s bei quer: Kulturkampf. Streit um Albrecht-Dürer-Porträt.

    Cybercops: Nerds mit Dienstwaffe        

9. März 2012

Polizisten, die in der realen Welt auf Streife gehen, gibt es viele. Im Internet dagegen fahnden bislang nur wenige Beamte nach Verbrechern: Im Bayerischen Landeskriminalamt suchen gerade einmal elf Kommissare nach Kinderpornografie, extremistischen Websites oder Anleitungen zum Bombenbau.

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    Videotipp: Kippt das Ehegattensplitting?        

9. März 2012

Seit Adenauers Zeiten bevorzugt das deutsche Steuersystem die Ehe, ist der Schutz von Familie und Ehe doch fest im Grundgesetz verankert. Doch ist das noch zeitgemäß?

Zu sehen ist der Clip auf der Seite von quer – und zwar hier: Steuerbund fürs Leben.


Übrigens: Zwei bekannte Gueststars sind im Video zu sehen.

    Mexiko ohne Ende: Kampf ums Netz        

7. März 2012

Ein Video als Kampfansage: “Dieser Clip ist eine Botschaft an unsere Gegner”, sagt der Mann mit der schwarzen Sturmhaube. Und um zu verdeutlichen, welche Botschaft er genau meint, rammt er sein Kampfmesser in das Schwein, das seine ebenfalls maskierten Kameraden festhalten. Mehrere Minuten geht das so.

In Mexiko eskaliert der Konflikt zwischen den Drogenkartellen und dem Staat: Mehr als 50.000 Menschen sind vergangenen fünf Jahren gestroben. Und längst sind die Auseinandersetzungen auch im Internet angekommen.

Zu dem Thema, habe ich für Funkhaus Europa berichtet. Das Gespräch gibt es hier zum Nachhören.

    Nachtrag: #bundespraesident        

7. März 2012

Dieser Eintrag fällt aus der Zeit und ist erst jetzt online gegangen, weil ich meine Seite selbst abgeschossen habe. Schnell wieder was Neueres posten…

Ein Herz wie Lady Di, die Eier von Olli Kahn und den Stil von James Bond – das soll er haben, der neue Bundespräsident. on3 hat nach Menschen gesucht, die ideale Eigenschaften mitbringen, und den Präsidenten selbst gebaut. Hier ist das Ergebnis zu sehen.

Dazu habe ich auf Wullfs Affäre gerafft nochmal zurückgeblickt. Hier das Audio:

Wulffs Affäre im Schnelldurchlauf

    Straßenschlachten und Nazivergleiche        

16. Februar 2012

Sparen, sparen, sparen. Das sagt auch der neueste Beschluss für Griechenland. Tausende junge Menschen haben daraufhin wieder protestiert: In Athen haben Sie sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, Cafés und Kneipen haben gebrannt und auch gegen Deutschland wurde demonstriert. Für on3 habe ich den griechischen Journalisten Michalis Goudis, 25, aus Thessaloniki interviewt. Michalis hat uns erzählt von der aktuellen Situation zwischen Wut und Deutschenhass.

Hier geht`s zum Interview mit Michalis Goudis.

    Angst um die Familie in Syrien        

9. Februar 2012

Panzer in Syrien, Spione in Deutschland: Assad unterdrückt sein Land. Mehr als 5.400 Menschen schätzt die UNO sind seit Beginn der Aufstände schon ums Leben gekommen. Menschenrechtsgruppen gehen von viel mehr aus. Und das syrische Regime denkt nicht daran, aufzugeben. Sogar in Deutschland verfolgt es seine Gegner.

Das sagt eine Syrerin, die schon seit längerem in Deutschland wohnt. Für on3 habe ich mit ihr gesprochen – unter einer Bedingung. Wir sprechen nicht darüber, wo sie wohnt, was sie macht und wie sie heißt. Aus Angst vor dem syrischen Geheimdienst.

Hier ist das Interview zur Lage in Syrien

    “Occupy hat Hipster und HipHop vereint”        

9. Februar 2012

Mark Greif, New Yorker Autor und Essayist war bei on3, um über das Buch “Occupy – die ersten Wochen” zu reden, das er mit herausgegeben hat. Bei Occupy Wall Street war Rapper Questlove genauso dabei wie Songwriter Jeff Mangum. Aufgeschrieben hat das alles Mark Greif. Der Herausgeber des Magazins n+1 erzählt, was er sich für die Zukunft von Occupy erhofft.

Interview mit Mark Greif anhören.

    Drogenkrieg an der Unis – Teil 2        

6. Februar 2012

Fast 50.000 Opfer hat der mexikanische Drogenkrieg in den vergangenen Jahren gefordert, längst kommen die Opfer aus der Mitte der Gesellschaft: Professoren werden erpresst, Studenten angegriffen. Der Freund von Mariana Rivera, 20, wurde ermordet. Seitdem studiert sie in Angst.

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    Nachtrag: Netzlexikon – S wie Shitstorm        

6. Februar 2012

Lästern, meckern, verspotten – wenn sich das Netz in Rage redet, ruft es zum Fäkaliensturm auf, zur digitalen Wandschmiererei. Doch Shitstorms sind oft mehr als schnelle Häme. Sie sind kreativer Protest, der einiges bewirken kann.

Netzlexikon: S wie Shitstorm anhören.